Nachdem ENDSTATION RECHTS. über ein umfangreiches Netzwerk rechtsextremer, antisemitischer und fremdenfeindlicher Bands, Fans und Foren auf der Musik-Plattform „Last.fm“ berichtet hatte, distanzieren sich mit "McDonalds", "Napster", "Stayfriends" und "Worldvision" nun offenbar erste Werbepartner und lassen ihre Anzeigen abschalten.
In ENDSTATION RECHTS. vorliegenden Schreiben bedankten sich in den letzten Tagen Vertreter namhafter Unternehmen für die Berichterstattung über das rechtsextreme Netzwerk auf „Last.fm“ und kündigten an, künftig keine Werbung mehr auf „Last.fm“ schalten zu wollen. In den meisten Fällen wurde die betreffende Werbung dabei durch das „Adwords“-Programm von „Google“ verwaltet und über den rechtsextremen und antisemitischen Inhalten automatisch platziert. Die Auftraggeber der Anzeigen erfuhren hiervon nur zufällig. Neben den namhaften Unternehmen, welche sich bereits distanziert haben, prüfen derzeit offenbar weitere, inwiefern ihre Werbung auf "Last.fm" mit rechtsextremen Inhalten in Verbindung steht.
In mehreren Fällen wurde „Google“ aufgefordert, die Internetseite von „Last.fm“ aus der Liste der Seiten zu entfernen, welche für Werbezwecke genutzt werden sollen. „Google“ bietet in großem Stil die Platzierung von Werbeinhalten auf verschiedenen Internetseiten mit zugeschnittenen Zielgruppen an.
In zwei Artikeln hatte ENDSTATION RECHTS. Anfang Juli aufgedeckt, dass auf „Last.fm“ mehrere tausend rechtsextreme Nutzer angemeldet sind und entsprechende Inhalte in Form von Bands und Foren pflegen. Eine Stellungnahme von „Last.fm“ liegt trotz mehrfacher Anfrage bis jetzt nicht vor.
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Die Freiheit der Anderen – taz bricht Lanze für Broder, Kelek und Ates
Written on Dienstag, 09. Februar 2010 um 09:55
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