Fraktionsvorsitzender
Holger Apfel
geb. 1970 in Hildesheim/Niedersachsen; verheiratet, 2 Kinder, Verlagskaufmann
Mitglied im Innenausschuss und Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten
Mitglied des Landtagspräsidiums
Holger Apfel ist seit 1988 Mitglied der NPD. Im gleichen Jahr trat er auch den Jungen Nationaldemokraten (JN) bei. Schnell nahm er innerhalb der Partei hohe Positionen ein. 1993-1999 war er Vorsitzender der JN, übernahm dann 2000 die Position des stellvertretenden Parteivorsitzenden in der NPD. Zwei Jahre später wurde er auch zum stellvertretenden Landesvorsitzenden in Sachsen gewählt.
Nach dem Einzug der NPD in den sächsischen Landtag im September 2004 wird Apfel zum Fraktionsvorsitzenden gewählt und gilt seitdem als tonangebend in der Fraktion. Apfel ist zusätzlich Geschäftsführer und Chefredakteur der NPD- Zeitung „Deutsche Stimme", die in Riesa ansässig ist.
Kontraste vom 22.9.2005:
„Vor dem Hintergrund von real über zehn Millionen Ausländern, meine Kameraden, ist es an der Zeit, unseren ausländischen Mitbürgern endlich alles Gute zu wünschen, vor allem aber eines: eine gute Heimreise."
parlamentarischer Geschäftsführer
Dr. Johannes Müller
geb. 1969 in Dresden; verheiratet, 1 Kind; Arzt
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Parlamentarischer Geschäftsführer
Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen
Bewertungsausschuss
1. Untersuchungsausschuss
Dr. Johannes Müller trat 1998 in die NPD ein. Zuvor war er vier Jahre lang (1988-1992) Mitglied der CDU. Müller ist Kreisvorsitzender des NPD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz sowie Mitglied des Stadtrates Sebnitz.
Müller ist durch seine feste gesellschaftliche Verankerung besonders wichtig für die Außenwirkung der NPD. Neun Jahre lang arbeitete er als Stationsarzt in einer Klinik in der Sächsischen Schweiz. Er tritt stets verbindlich und freundlich auf. Mit dem Nationalsozialismus geht er offen um und vertritt die Meinung, dass es im 3. Reich „auch gute Dinge" gab.
Deutschlandfunk am 23. September 2004:
"Es gab zwei personelle Überschneidungen, es gab auch Veranstaltungen, wo SSS-Leute Saalschutz organisiert haben. Ich kenne einige Leute. Sie haben ihre Bewährungsstrafe, sie haben ihre Geldstrafen, und damit muss man den Leuten jetzt auch die Chance geben, sich in die Gesellschaft zu integrieren."
stellv. Fraktionsvorsitzender / Schatzmeister
Alexander Delle
geb. 1973 in Mutlangen/Baden-Württemberg; ledig; Bankkaufmann
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Fraktionsschatzmeister
Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss
Alexander Delle ist seit 1992 Mitglied der NPD. Seit 2002 ist Delle Mitglied im Landes- und Bundesvorstand der NPD und kümmert sich dort vor allem um die Parteiorganisation. 1998 wurde Delle zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten (JN) gewählt und seit 2000 bekleidet er dort das Amt des Bundesgeschäftsführers. Auch sonst steht Delle für die Jugendarbeit der NPD. Sein Ziel ist, Jugendzentren für nationale Deutsche zu fördern, um der Abwanderung der sächsischen Jugend in die alten Bundesländer entgegenzuwirken.
Abgeordnete seit 2004
Jürgen Werner Gansel
geb. 1974, Opladen/Nordrhein-Westfalen; ledig; M.A. Mittlere und Neue Geschichte, Politikwissenschaft
Mitglied im Fraktionsvorstand
Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und im Ausschuss für Wissenschaft, Hochschule und Kultur
Jürgen W. Gansel trat 1998 in die NPD ein. Seit 2002 ist er Mitglied im NPD-Bundesvorstand. Vor seinem Eintritt in die Partei war Gansel Funktionär in der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen. Während seines Studiums war er Mitglied in zwei Burschenschaften, der Dresdensia Rugia und der Normannia Leipzig. Vor allem die Dresdensia Rugia wird immer wieder in Verbindung mit der NPD gebracht.
Gansel gilt als intellektuelles Aushängeschild der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. 2005 scheiterte er allerdings mit dem Versuch, mit der sog. "Dresdner Schule", eine als Gegenentwurf zu der von Adorno und Horkheimer gegründeten Frankfurter Schule zu verstehende rechtsextreme Denkschule zu begründen.
Erklärung zur Dresdner Schule vom 5. Mai 2005:
„Politik, die zu multiethnischen Zuständen führt, ist verbrecherisch, weil sie den Weg in den Ethnosuizid ebnet und den Deutschen ihr Heimatrecht im angestammten Lebensraum abspricht. [...] Am Ende dieser planvollen Multikulturalisierung steht eine Masse von ethno-kulturellen Kastraten, die zu einer erbärmlichen Existenz als Wanderer zwischen den Welten verdammt sind."
"Die Ideologen des Multikulturalismus fördern mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die massive Landnahme durch kultur- und rassefremde Menschen, die die Deutschen zu den Indianern des 21. Jahrhunderts machen wird."
Landtagsdebatte am 21.Januar 2005:
"Der Bomben-Holocaust von Dresden steht ursächlich weder im Zusammenhang mit dem 1. September 1939 noch mit dem 30. Januar 1933. Die Pläne zur Vernichtung des Deutschen Reiches existierten nämlich schon lange, bevor in Versailles der erste Nationalsozialist geboren wurde."
Winfried Petzold
geb. 1943 in Breslau; verheiratet, 1 Sohn; Aufzugschlosser; kaufmännische Ausbildung
Mitglied im Verfassungs-, Rechts und Europaausschuss und Bewertungsausschuss
Winfried Petzold ist seit 1995 Mitglied der NPD. Zuvor war er zwei Jahre lang Landesvorsitzender der Republikaner. Auch innerhalb der NPD bekleidet er das Amt des Landesvorsitzenden. Bei der Sächsischen Landtagswahl stand er auf Listenplatz 2.
"Deutsche Stimme" Ausgabe 4 / 2000:
"Zukünftig kann und darf die Partei auf das bewährte Kampfmittel der Demonstration nicht verzichten. Wenn die Medien und das korrupt-verkommende Regime gegen uns hetzen, dann gibt es nur ein Gegenmittel: Die Wut auf die Straße tragen! 'Jugend will marschieren', heißt es in einem alten deutschen Lied. Geben wir der deutschen Jugend die Möglichkeit zu Protest und Widerstand."
"Der zweifellos bevorstehende Endkampf bedarf gut geschulter politischer Soldaten, die aus voller Überzeugung bereit sind, im Notfall alles zu opfern, ja das Letzte zu geben. Festigen wir unsere Reihen, bauen wir die Bewegung zu einer Festung aus!"
Gitta Schüßler
geb. 1961 in Chemnitz/Sachsen; verheiratet, 3 Kinder; Buchhändlerin; Bürokauffrau/ technische Sachbearbeiterin
Mitglied im Ausschuss für Schule und Sport und Petitionsausschuss
Mitglied Landesjugendhilfeausschuss
Gitta Schüßler ist seit 2002 Mitglied der NPD. Schüßler ist die einzige Frau innerhalb der Fraktion und vermittelt als Mutter und Großmutter das perfekte Bild einer nationalen Frau. Außerdem gründete sie gemeinsam mit anderen NPD-Funktionärinnen den Ring nationaler Frauen, der als Unterorganisation der NPD fungiert und politische Sprachrohr für nationale Frauen sein soll. Derzeit begleitet Schüßler dort das Amt der Bundessprecherin.
nachgerückte Abgeordnete
René Despang
geb. 1972, Dresden; ledig; landwirtschaftliche Lehre, Maler
Mitglied im Ausschuss für Umwelt- und Landwirtschaft
René Despang ist seit 1996 Mitglied der NPD. 2006 rückte er für den verstorbenen Uwe Leichsenring in den sächsischen Landtag nach. Vorher arbeitete er als Sachbearbeiter in der NPD-Fraktion. Zuvor kandidierte er bei mehreren Wahlen als Kandidat auf der Liste der NPD und des Nationalen Bündnisses (NB).
Despang ist Gründungsmitglied des NB, das 2003 gegründet wurde. Dort ist er Beisitzer im Vorstand. Schon seit den 1990er Jahren ist Despang in der neonazistischen Szene aktiv. Bei den Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV 2003/2004 gehörte er zum festen Stamm der Neonazis, die mit eigenen Transparenten auftraten.
Peter Klose
geb. 1953 in Rodewisch/Sachsen; geschieden, 6 Kinder; Grobkeramwerker
Mitglied im Petitionsausschuss
Stellvertretendes Mitglied im Sozialausschuss
Peter Klose ist seit 1995 Mitglied der NPD, nachdem er im Jahr davor bei den Republikanern austrat. Bei der sächsischen Landtagswahl 2004 stand Klose auf der Landesliste auf Platz 15. Nach dem Austritt von Matthias Paul aus dem Landtag rückte er als letzter verbleibender Kandidat nach. Klose ist seit 1995 Kreisvorsitzender der NPD Zwickau.
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Written on Dienstag, 09. Februar 2010 um 09:55






