Wie die Ostsee-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, gehört die alte Kaufhalle in Lassan, in der Neonazis regelmäßig ihre Konzerte veranstalten, dem Landkreis Ostvorpommern. Während Landrätin Syrbe (Linkspartei) erst vor kurzer Zeit den Bürgermeister der Gemeinde Bargischow wegen dessen Überlassung eines Jugendclubs an Rechtsextremisten vorlud, brachte erst die Recherche eines Journalisten die Zusammenhänge in Lassan ans Tageslicht.Lassan ist in der rechten Szene bereits seit Jahren als Veranstaltungsort für Neonazi-Konzerte bekannt. Im Jahr 2006 nun wechselte das Eigentum am fraglichen Gebäude an den Landkreis. Da für die ehemalige Kaufhalle jedoch ein Erbbau-Pachtvertrag bestand, müssen nun die Ansprüche des Pächters Rainer Ritter durch den Landkreis erfüllt werden.
Pächter Ritter wollte die Kaufhalle ursprünglich zu einer Spielhalle ausbauen. Doch dieser Plan scheiterte. Seitdem stellt Ritter das Gebäude Vertretern der rechten Szene für Konzerte zur Verfügung. Indirekt fließt somit Geld aus der rechten Szene in staatliche Kassen. Vor einiger Zeit hatte das Schweriner Innenministerium eine Handreichung herausgegeben, um Kommunen bei der Vermietung von kommunalen Objekten gegen Rechtsextremisten zu unterstützen. Auf die Situation in Lassan sei dieser jedoch nur bedingt anwendbar, meint die Pressesprecherin des Innenministeriums.
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Die Freiheit der Anderen – taz bricht Lanze für Broder, Kelek und Ates
Written on Dienstag, 09. Februar 2010 um 09:55
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