Übersicht aller Nachrichten
Donnerstag, 31. Juli 2014

NPD-„Platzhirsch“ auf den Spuren der berüchtigten Gartenzwerge

Zugegeben, der gestern von der NPD vorgestellte Werbespot zur sächsischen Landtagswahl am 31. August hat nicht ganz den Unterhaltungswert des Films, mit dem die Parteifreunde in Hessen Ende 2007 um Stimmen warben. Auf Realsatire wollten die „Kameraden“ dieses Mal ebenfalls nicht verzichten: Der eher an ein verbeultes Schwein erinnernde Hirsch steht immerhin fast auf einer Stufe mit ausgebeuteten Gartenzwergen.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Dortmunder Neonazis stören Fußballspiel mit antisemitischer Provokation

Der im Gaza-Streifen ausgetragene Krieg zwischen der terroristischen Hamas und der israelischen Armee führte in verschiedenen europäischen Ländern zu antisemitischen Ausschreitungen. So stürmten während einer in Österreich ausgetragenen Fußballpartie zwischen Maccabi Haifa und dem französischen Klub OSC Lille augenscheinlich arabischstämmige Gewalttäter mit einer palästinensischen Fahne auf das Spielfeld und griffen die israelischen Sportler an. In Deutschland hingegen nutzten Dortmunder Neonazis ein an sich wenig bedeutendes Jugendspiel für ihre Agitation.

Mittwoch, 30. Juli 2014

NPD-Landtagswahlprogramme in Sachsen und Thüringen – Klassiker und Neuheiten

Dem Untergang nahe, versucht die NPD, ihre letzten politischen Bastionen zu schützen – die ostdeutschen Landesparlamente. Gleich drei dieser werden in diesem Jahr neu besetzt. In Sachsen, Thüringen und in Brandenburg wird im Spätsommer gewählt Ziel der NPD ist es, ihren Fraktionsstatus zu verteidigen (Sachsen) bzw. diesen erstmals zu erringen (Thüringen). In Brandenburg hat sie keine Chance. Hochgesteckte Ziele, betrachtet man jüngste Umfragen. Bei zwei bis drei Prozent verwundert es kaum, dass die Partei jetzt aggressivsten Populismus als Erlösung ihrer eigenen Misere sieht.

Dienstag, 29. Juli 2014

Bad Nenndorf 2014: Bündnisse wollen Neonazis zum zweiten Mal in Folge die Suppe versalzen

Nachdem ihr Aufmarsch im letzten Jahr verhindert worden war, unternimmt die Neonazi-Szene an diesem Wochenende einen neuen Anlauf, in Bad Nenndorf zu „trauern“. Die Polizei erwartet gut 300 Geschichtsklitterer, die auf zahlreiche Gegenaktionen treffen werden. Der zivilgesellschaftliche Widerstand dürfte deren Frust- und Aggressionspegel erneut nach oben treiben – einen Vorgeschmack lieferte ein mit mehreren Hakenkreuzen beschmiertes jüdisches Mahnmal.

Montag, 28. Juli 2014

Gaza-Konflikt bringt die extreme Rechte in Erklärungsnot

In diesen Tagen schaut die ganze Welt mit angehaltenem Atem auf den Nahen Osten. Blutige Auseinandersetzungen fordern Opfer auf beiden Seiten. Längst ist der Konflikt hierzulande angekommen und findet seinen Niederschlag in zahlreichen Demonstrationen. Für die Neonazi-Szene eine willkommene Gelegenheit, um ihrem antisemitischen Weltbild freien Lauf zu lassen. Über das „Wie“ allerdings gibt es Unstimmigkeiten.

Freitag, 25. Juli 2014

Nach „Thiazi“-Vergangenheit: Kita feuert Erzieherin

Erst eine Antifa-Recherche brachte den Stein ins Rollen. Nicola Brandstetter soll im Thiazi-Forum, dem ehemals größten deutschen Neonazi-Portal, als Moderatorin aktiv gewesen sein. Nach der Veröffentlichung verlor sie ihren Posten als CDU-Kommunalpolitikern, als Erzieherin durfte sie dennoch weiter tätig sein. Jetzt trennte sich auch die Kita von ihr. Menschenfeindliches Gedankengut hätte dort nichts verloren.

Donnerstag, 24. Juli 2014

„Besser zu spät als nie“ – „Freies Netz Süd“ wird verboten

Der Freistaat hat mit sofortiger Wirkung das neonazistische Kameradschaftsnetzwerk Freies Netz Süd verboten. Treffen dürfte die bayerischen Neonazis vor allem der Verlust ihrer Immobilie in Oberprex , die sie ebenso verlieren wie den »Final Resistance Versand«. Wer sich dagegen von den Kadern noch strafrechtlich verantworten muss, ist fraglich. Für die inzwischen aufgebaute Ersatzorganisation der Ersatzorganisation erklärte sich der Freistaat nicht zuständig.