Übersicht aller Nachrichten
Mittwoch, 29. Oktober 2014

Neonazi-Hooligans planen weitere Machtdemonstrationen in Hamburg und Berlin

Sie macht ihre Drohung wahr: Die mit Neonazis durchsetzte Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) mobilisiert für den 15. November zu zwei Großdemonstrationen nach Hamburg und Berlin. Außerdem haben sich für den 9. November – dem Jahrestag der Reichspogromnacht – HoGeSa-Anhänger auf einer Kundgebung der Reichsbürger vor dem Berliner Kanzleramt angesagt.

Montag, 27. Oktober 2014

Rechte Nachlese zu Hooligan-Aufmarsch: „Köln war erst der Anfang“

Nach einem der größten extrem rechten Aufmärsche der letzten Jahre fühlen sich gewaltbereite Hooligans, Neonazis und weitere Rechtsaußen-Akteure als Gewinner. In ihrer Rückschau ziehen sie ein positives Fazit. Für die massiven Gewaltausbrüche wird entweder die Polizei verantwortlich gemacht oder sie werden relativierend als nachvollziehbare Folge der „islamischen Reaktion“ dargestellt. Derweil könnte sich die Lage weiter zuspitzen. Gerüchte über eine Neuauflage der Demonstration in Berlin am Jahrestag der Reichspogromnacht verbreiten sich in den Sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Kölner Hooligan-Demo eskaliert

Am heutigen Sonntag trafen sich mehr als 4.000 Hooligans aus ganz Deutschland in Köln, um unter dem Motto „In den Farben getrennt, in der Sache vereint“ sowie „Gemeinsam sind wir stark“, verstärkt durch zahlreiche Neonazis, gegen Salafisten zu demonstrieren. Zwar blieben die Teilnehmerzahlen hinter den Zusagen im Internet zurück, dennoch war das Treffen eine der größten rechten Demonstrationen der letzten Zeit. Selbst die Polizei schien kalt erwischt, die Versammlungsfläche musste aufgrund der hohen Teilnehmerzahl sogar vergrößert werden. Immer wieder kam es zu Ausschreitungen zwischen den gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

„Ansgar Aryan“-Model outet sich als NSU-Sympathisant

Vor dem Oberlandesgericht München müssen sich derzeit Beate Zschäpe und vier ihrer Mitverschwörer verantworten. Zwei weitere mutmaßliche NSU-Terroristen – Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos – entzogen sich einer rechtsstaatlichen Verhandlung durch Selbstmord. Ausgerechnet das BKA-Fahndungsfoto eines der beiden Mörder verwendet ein Thüringer Neonazi als Facebook-Profilbild. R. gilt als Weggefährte des bayerischen Neonazi-„Hipsters“ Patrick Schröder, für dessen Modelabel „Ansgar Aryan“ er als Model posiert.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern: Jeden Tag Hass

Wer als Flüchtling in Deutschland lebt, wird oft mit menschenunwürdigen Lebensbedingungen konfrontiert, von mangelnder Hilfe und unüberschaubaren Behördenvorgängen ganz zu schweigen. In Mecklenburg-Vorpommern kommt allerdings noch glühender Hass dazu. Jeden Tag. Die meisten Flüchtlinge verlassen ihre wie Gefängnisse eingezäunten Heime nur, wenn sie unbedingt müssen. Eine mobile Pressekonferenz gegen rechtsextreme Flüchtlingshetze in Mecklenburg-Vorpommern mit Stationen in Anklam, Güstrow und Ludwigslust, organisiert von der Amadeu Antonio Stiftung, hat Flüchtlinge in Anklam, Güstrow und Ludwigslust besucht.