Übersicht aller Nachrichten
Mittwoch, 22. Oktober 2014

„Ansgar Aryan“-Model outet sich als NSU-Sympathisant

Vor dem Oberlandesgericht München müssen sich derzeit Beate Zschäpe und vier ihrer Mitverschwörer verantworten. Zwei weitere mutmaßliche NSU-Terroristen – Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos – entzogen sich einer rechtsstaatlichen Verhandlung durch Selbstmord. Ausgerechnet das BKA-Fahndungsfoto eines der beiden Mörder verwendet ein Thüringer Neonazi als Facebook-Profilbild. R. gilt als Weggefährte des bayerischen Neonazi-„Hipsters“ Patrick Schröder, für dessen Modelabel „Ansgar Aryan“ er als Model posiert.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern: Jeden Tag Hass

Wer als Flüchtling in Deutschland lebt, wird oft mit menschenunwürdigen Lebensbedingungen konfrontiert, von mangelnder Hilfe und unüberschaubaren Behördenvorgängen ganz zu schweigen. In Mecklenburg-Vorpommern kommt allerdings noch glühender Hass dazu. Jeden Tag. Die meisten Flüchtlinge verlassen ihre wie Gefängnisse eingezäunten Heime nur, wenn sie unbedingt müssen. Eine mobile Pressekonferenz gegen rechtsextreme Flüchtlingshetze in Mecklenburg-Vorpommern mit Stationen in Anklam, Güstrow und Ludwigslust, organisiert von der Amadeu Antonio Stiftung, hat Flüchtlinge in Anklam, Güstrow und Ludwigslust besucht.

Montag, 20. Oktober 2014

NPD baut mit Geld der verhassten EU ihre Infrastruktur aus

Die Wahl von Udo Voigt ins Europaparlament verschafft der NPD ein wenig Luft. Am Samstag eröffnete der Ex-Bundeschef ein „Bürgerbüro“ in der Berliner Parteizentrale – und leistet damit seinen Beitrag, die angespannte Kassenlage zu entlasten. Voigt nutzte den Anlass auch, um einen neuen Mitarbeiter vorzustellen: einen früheren Staatssekretär aus den letzten Tagen der DDR.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Rechter Fackelmarsch gegen Asylbewerber: „Macht ihnen das Leben so unbequem wie möglich“

Über Facebook wurde mobilisiert und über 100 Neonazis und Rechte folgten dem Aufruf zu einer Demonstration gegen ein geplantes Asylbewerberheim in Güstrow. Ein NPD-Vertreter stachelte seine Anhänger an, es folgten Berichte über angebliche Übergriffe von Asylbewerbern. Zudem wollte die rechtsextreme Szene offenbar gezielt provozieren – denn zeitgleich fand ein Treffen zur Situation von Flüchtlingen statt.

Freitag, 17. Oktober 2014

„Stimme der Vernunft“ zu Bewährungsstrafe verurteilt

Im Raum Güstrow hat die NPD einen Nachwuchskader installiert, der maßgeblich an der dort seit Monaten stattfindenden Agitation gegen Asylbewerberheime beteiligt ist. Der Partei-Funktionär wurde am Freitag zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt: Er hat knapp zwei Dutzend Waschmaschinen gestohlen. Frühere Urteile wegen Beleidigung und Hehlerei seien in die Gesamtstrafe mit eingeflossen.