Übersicht aller Nachrichten
Donnerstag, 24. April 2014

Parteibüros bleiben im Visier von Neonazis

Im Turmzimmer des Schweriner Innenministeriums stellte heute Lorenz Caffier (CDU) gemeinsam mit dem Direktor des Landeskriminalamtes (LKA), Ingolf Mager, die Zahlen zur „Politisch motivierten Kriminalität“ vor. Der CDU-Politiker musste eine Steigerung um 21,1 Prozent verkünden. Rechtsextremistische Delikte machten auch 2013 den Löwenanteil aus. Mit 31 Gewalttaten registrierten die Behörden in diesem Segment aber einen Rückgang. Die Angriffe auf Parteibüros haben demgegenüber – genau wie die rechtsextremistischen Konzerte – zugelegt. Für die NPD-Demonstration am 1. Mai richten sich die Sicherheitsbehörden auf „Rangeleien“ ein.

Mittwoch, 23. April 2014

Fortuna Düsseldorf - Schlägerei im Auswärtsblock vor dem Hintergrund einer Rechts-Links-Problematik

In der letzten Zeit kam es innerhalb der Fanszenen von Alemannia Aachen, Eintracht Braunschweig und MSV Duisburg zu handgreiflich ausgetragenen Rechts-Links-Auseinandersetzungen. Den Hintergrund bildeten linksorientierte Ultra-Gruppen, die anderen Fans eine rechtsextremistische Ausrichtung vorwarfen und daraufhin angegriffen wurden. Eine vergleichbare Eskalation ereignete sich nun auch bei Fortuna Düsseldorf, wo bereits seit einiger Zeit kurveninterne Spannungen bestehen.

Mittwoch, 23. April 2014

Bochumer NPD soll Wahllisten manipuliert haben

Vier Wochen vor den Europa- und Kommunalwahlen gerät die NPD in Bedrägnis. In Bochum tauchen auf der dortigen Wahlliste plötzlich Personen auf, die sich laut eigener Aussage nicht zu einer Kandidatur bereit erklärt hatten. Einige von ihnen sollen Strafanzeige gestellt haben. Nicht der einzige Fall: Bereits 2009 könnte die NPD nach einer ähnlicher Masche verfahren sein, wie erst jetzt ans Licht kam. Auch hier hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

Dienstag, 22. April 2014

Fast 1.000 Neonazi-Angriffe auf Polizei- und Justizbeamte in zwölf Jahren

Zwischen 2001 und 2013 verübten Neonazis 969 Gewalttaten gegen Polizisten, Staatsanwälte und Richter – im letzten Jahr mehr als doppelt so viele wie noch 2002. Zumeist handelte es sich dabei um Widerstandshandlungen, Körperverletzungen oder Landfriedensbruch. Die Behörden registrierten einen Tötungsdelikt – den mutmaßlich durch das NSU-Netzwerk verübten Mord an Michèle Kiesewetter. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 54 Verbrechen aktenkundig.

Sonntag, 20. April 2014

Klage gegen Thor Steinar-Geschäft zugelassen

Neben zahlreichen Demonstrationen gegen den vor wenigen Monaten in Hannover eröffneten Thor Steinar-Laden wird es für die Betreiber nun auch auf gerichtlichem Wege ungemütlich. Die Wohneigentümer dürfen gegen den Verkauf der umstrittenen Marke klagen. Währenddessen hat erstmals in London ein Geschäft der Marke seine Pforten geöffnet – ausgerechnet in einem Stadtteil, der einen hohen Anteil mit Menschen jüdischen Glaubens aufweist.